Freundschaft ist wie eine Tür, die niemals zu ist.
Manchmal klemmt sie, manchmal knarrt sie,
aber immer ist sie offen.

Sonntag, 7. Juni 2015

Endlich wieder zu Hause !!!


Unser Urlaub war nicht so der Brüller, wie wir es uns vorgestellt hatten.



Eher eine Erlebnisreise mit einigen unangenehmen  Begebenheiten!
Achtung! sehr lang!!!

wer sich dennoch traut, ich hoffe, euch bleibt sowas erspart!!!

Schon die Hinreise bescherte uns großen Unmut.
Nach ca. 400 km stellte mein Mann fest, daß er sein Portemonnaie verloren hatte ! Geld, und seine sämlichen Papiere waren weg! 
Nach einigem suchen bei Google konnte ich die Raststätte, wo wir zu Mittag aßen, ausfindig machen. Tatsächlich hatte jemand das Schätzchen gefunden und auch in der Raststätte abgegeben. Unsere Freude war riesengroß! und wir drückten den ehrlichen Finder in Gedanken platt!!!!
Jetzt hieß es für uns, 200 km wieder zurück zufahren und von dort aus wieder zum Caravan, den wir auf dem Parkplatz stehen ließen.

Gegen 23 Uhr kamen wir total erschöpft auf unserem ersten Etappenziel kurz vor Innsbruck an. Dort trafen wir uns mit einem befreundeten Ehepaar. Gemeinsam hatten wir die Reise geplant.
Am nächsten morgen ging die Reise weiter bis Sirmione am Gardasee.
Der sehr starke Pollenflug dort, der bei meiner Freundin eine heftige allergische Reaktion hervorrief, erforderte eine baldige Weiterreise nach Livorno.
Starke Winde beeinträchtigten einen großteil der Fahrt!!!
Man kam sich wie ein Spielzeug vor, was hin und her gewedelt wird!
Ich hatte mich schon auf das Meer gefreut, denn
das Rauschen und Spaziergänge am Strand mag ich sehr.
Doch es war kalt, sehr windig, einfach ungemütlich und der Strand klein und grau.
Nein, das machte keinen Spaß!
Also weiter!
Rom, unser Reiseziel!!!! rückte  immer näher.
Ca. 30 km vor Rom liegt Bracciano, dort schlugen wir unser nächstes Quatier auf.
Auch hier wurden wir von heftigem Pollenflug empfangen. Es sah aus. als hätte es geschneit. Überall lag eine ca. 5cm dicke Pollenschicht, richtig dicke wattebällchen. 
Auf dem neueren teil des Campingplatzes fanden wir geignete Plätze fast ohne Pollen und Sonne kam auch etwas.
Nach dem Aufbau bekam meine Freundin plötzlich einen dicken Finger. Niemand wußte woher. Schmerzmittel, Fingerbad und Salbe wurden eingesetzt. Es half nichts.
Also ab zum Krankenhaus und das im Ausland. Mein Mann fuhr mit, da er am besten Englisch kann. 
Der Finger war nicht gebrochen und eine andere Ursache  konnte auch nicht gefunden werden. Deshalb weiterhin Eigenbehandlung wie gehabt.
Unser erster Tag in Rom!
morgens 9.30
20 min. mit dem Minibus vom Campingplatz zum Bahnhof in Bracciano,
gut 65 min. mit dem Zug nach Rom,
10 min. mit der Metro zum Colosseum .
Endlich standen wir davor und es sieht wirklich sehr beeindruckend aus.
Doch die Menschenschlangen vor den Kassen , die eine sehr lange Wartezeit verkündeten, waren auch sehr beeindruckend! nix für mich!
Keiner von uns vieren wollte das auf sich nehmen und wir begnügten uns mit einem Rundgang um das Bauwerk.
Angrenzende Sehenswürdigkeiten haben wir auch aus der Ferne bewundert, denn an den Kassen sah es ähnlich aus.
In den uns unbekannten Strassen haben wir  nach etwas längerem Fußmarsch doch noch eine Shoppingmeile gefunden. Meine Freundin wollte sich gerne ein paar Stiefel und eine Tasche kaufen. Stiefel hatte sie auch bald gefunden. Bekleidungsmäßig gab es sehr hübsche Teile, doch nicht für unsere Größen.
Gegen 17.30 Uhr machten wir uns auf die Rückfahrt zum Campingplatz, wo wir um ca. 20.00 Uhr ankamen.

Am nächsten Tag standen Petersdom, Petersplatz und der Vatikan auf unserer Liste.
Abfahrt  9.30 Uhr und anschließende Zugfahrt wie am vortag.
Wir waren schon sehr gespannt!!
Nach einem kleineren Fußweg erreichten wir den Petersplatz. Ein wirklich gewaltig großer platz! Doch er war abgesperrt, erst nach 13.00 Uhr konnte man wieder auf den Platz. Gut, dann eben später!
Aber auch dann war der Petersplatz teilweise abgesperrt und mit Stühlen voll gestellt.
Also gehen wir in den Dom!
Einlaß ist nur auf einer Seite und dort wartete eine ca. 300m lange Menschenschlange mit vielen, vielen Gruppen.
 Vor dem Dom, (Besichtigung kostenlos) erfolgte eine Einzelkontrolle wie am Flughafen ( was wir so aus der ferne sehen konnten).
das hieß für uns ca. 2,5 stunden aufwärts anstehen und warten.
Gleichzeitig bedrängten uns Verkäufer von Eintrittskarten, mit der Maßgabe, keine Wartezeiten!!pro Person nur 50Euro.
Wir waren sehr enttäuscht, das war nicht das, was wir wollten.
Auf eigene Faust und mit langen Fußwegen konnten wir noch einige schöne Bauwerke anschauen.
Danach ging es wieder mit Bahn und Bus zurück zum Campingplatz, ankunft ca. 20.00  Uhr.
Fazit für mich,
Rom ist für mich erledigt, abgehakt! Ein weiterer Ausflug nach Rom kam für mich nicht mehr in frage, ich brauchte mal Ruhe!
Natürlich bin ich durch  Fibromyalgie, Lactoseintoleranz und jetzt auch noch Glutenintoleranz sehr beeinträchtigt.
Es erschwert alles etwas.
Also mache ich einen Ruhetag, wenn die Anderen nach Rom fahren. Leider wollte das Wetter nicht mitspielen. Starker Wind und kalt luden nicht ein, sich auf dem Liegestuhl auszuruhen. Hab ich halt ein Buch gelesen, auch ganz gut! ( wo war die Nähmaschine???)
Die Ausflügler kamen auch an diesem Tag erst wieder gegen 20.00 Uhr zurück.
Total fertig mit sich und der Welt.
Als sie so gegen 17.00 uhr zurückfahren wollten, wurden sie beim Gedränge in der Metro bestohlen.
Mein Mann merkte, daß jemand an sein Hosenbein kam und schaut nach. Der Reißverschluß war schon geöffnet!!
Das Portemonnaie war noch da, denn es klemmt in der Hosentasche!
Doch dann meine Freundin! schaute auch auf ihre Bauchtasche runter. Ihr Geldbeutel war gestohlen mit allen Papieren, Karten und Geld!
drei junge mädchen sprangen im selben moment ganz schnell aus der Bahn und verschwanden.
Es folgte der übliche Gang zur Polizei um Anzeige zu erstatten. Konto und Karten konnte die Tochter zu Hause sperren lassen.
Ich wußte garnicht,was ich sagen sollte! Ich war einfach nur froh, daß ich nicht mit gefahren bin.

 Den Trevibrunnen konnte meine Freundin auch nicht besichtigen, war eine riesige Baustelle.
Keine Papiere, Geld weg, und dicker schmerzender Finger und das Wetter war auch bescheiden.
So war auch dieser Tag nicht so gut gelaufen.
Wir brachen die Zelte hier ab.
Unsere Reise führte durch/über die Abruzzen auf die andere Seite Italiens nach Roseto, wo wir besseres wetter erhofften.
Die Fahrt durch die Abruzzen war traumhaft, so viele verwunschene Ortschaften und tolle Bauwerke waren in einer malerischen Landschaft zu sehen.
Einfach nur schön!
Der nächste Campingplatz war direkt am Meer, für ein zwei  Tage ganz ok, aber für mein empfinden sehr laut wegen Straße und Bahn, die besonders in der Nacht nach 23.00 uhr zu hören waren.
Hier wollten wir ein paar tage Ruhe und Sonnenschein genießen. Die Sonne gab aber nur von vorne Wärme,und im Rücken wehte ein richtig kalter Wind.
Regen und Sturm wechselten sich ab, manchmal war die Sonne da. Genauso oft, wie das Wetter wechselte, konnte man sich umziehen.
Abends konnten wir nicht draußen sitzen, zu kalt. Ganz oft oder meistens hatten wir die Heizung an.
Am Ankunftstag, der Hochzeitstag unserer Freunde, gingen wir abends essen, hat ganz gut geschmeckt.
der Finger meiner Freundin war auch fasst wieder dünn und mit der gestohlenen Geldbörse hatte sich sich auch etwas abgefunden.
Am darauffolgenden Tag stürzte meine Freundin, als sie zum Duschen ging. Sie ist einfach gefallen! Warum weiß sie nicht. Stolperfallen gibt es da keine, ist alles Rollstuhlgeignet. Schürfwunden am Knie und starke Schmerzen an den Rippen war das Ergebnis.
Rippenschäden kennen wir ja zu genüge, da wird nichts gemacht, außer Schmerzmittel , schonen und Geduld.

Mir reichte jetzt wirklich alles und ich wollte nur noch nach Hause. Dort kann ich wenigstens etwas schönes tun, wenn das Wetter schlecht ist und tobt.
Im Nähzimmer stört mich das garnicht.

Am 29. Mai starteten wir endlich zur Rückreise. Unsere Freunde wollten noch ein paar Tage bleiben und dann weiter fahren, denn sie hatten noch drei Wochen Urlaub.

 Da es ca. 1350km bis nach Hause sind, schlug ich vor in drei Etappen, was auch gut so war. Auf den Strassen war viel los und  die Fahrt über die Brennerautobahn zog sich sehr lange hin. Auf zwei Campingplätzen haben wir noch übernachtet, bis wir am 31. Mai abends endlich zu hause waren.
Endlich wieder zu Hause!!!!


Vorgestern abend bekam ich eine Nachricht von unseren Freunden.
Sie sind auch wieder zu hause. Wegen starker Schmerzen und Schwellung im Brustbereich mußte meine Freundin dann doch zu einem Arzt. Sie haben den Urlaub abgebrochen und sind bis nach Deutschland gefahren, gleich in ein Krankenhaus.
Diagnose:   das Brustbein ist gebrochen!
da der Unfall schon ein paar Tage her ist, konnte sie dann doch mit nach hause. Bei so einem Bruch besteht die Gefahr einer Entzündung und ist nicht ungefährlich.
Jetzt muß sie sich schonen und immer gut atmen, daß nicht noch eine Lungenentzündung dazu kommt.

Jetzt reicht es aber mal!!


   Ihr habt mir gefehlt und ich hoffe, es geht euch allen gut!
Ganz liebe grüße von ZU HAUSE
eure ELKE



Kommentare:

  1. Oh je oh je, das klingt alles echt schlimm. Aber ich kann dir in vielem nur beipflichten. Der Pollenflug am Gardasee war echt extrem (mein Freund hat da auch Probleme) / wir waren da das erste Mal - ansonsten hatten wir da Glück, da wir sehr abseits der Massen waren und das Wetter angenehm warm war (22-25 Grad). Deine Romerfahrungen werden viele so gemacht haben, wir waren nur dank der Kenntnisse eines Freundes, der mit uns reiste z. B. beim Anstellen schlauer (der Trick heißt die Minikasse zu den Gärten am Grand Palais nutzen früh morgens - 0 Personen) - dort eine Karte für die großen Sehenswürdigkeiten kaufen (die gilt für Colloseum z.B. auch), weil man dann an den Menschenschlangen vorbei direkt an den Eingang kann, weil man ja schon die Karte hat (falls du nochmal da hin möchtest). Aber ich bin froh, dass ihr wieder heil daheim angekommen seid (ich bewundere alle Wohnwagen/-mobilfahrer sowieso) und heile seid und hoffe du genießt jetzt das daheim auf Balkon/Terasse und nähst dir den Frust von der Seele! LG Ingrid

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  2. Liebe Elke,
    das tut mir für euch aber sehr leid. Da freut man sich lang auf den Urlaub und dann so eine wirklich Horrorgeschichte die ihr erlebt habt. Ich habe Rom nur in guter Erinnerung, war aber auch eine Reise mit der Gemeinde. Ich hoffe ihr könnt euch jetzt zu Hause gut erholen und das Nähen bringt dich wieder auf gute Gedanken. Unser Urlaub beginnt am Freitag, eine Kreuzfahrt, ich hoffe so etwas bleibt uns erspart.

    Liebe Grüße
    Marita

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  3. Hallo Elke,
    Meine Herren, das liest sich ja wie ein schlechter Film. Schade, dass ihr keinen schönen Urlaub hattet. Nicht immer hier rufen.
    Liebe Grüße,
    Petra

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  4. Puh... Echt abenteuerlich! Jetzt erholt euch erstmal vom Urlaub 😉
    An deine Freundin gute Besserung!

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  5. Oh je,hört sich nach Erlebnisfahrt und Abenteuer an sowas will keiner ereleben.
    Wir waren mit dem Wohnmobil an der Saar, Mosel und Ahr und Gott sei Dank das war Urlaub.
    Liebe Elke der nächste Urlaub wird bestimmt erholsam;))) LG Adelheid

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  6. Hallo Elke, schön, dass Du wieder da bist. Erhol Dich gut und Deiner Freundin wünsche ich gute Besserung:-)
    Lg Nine

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  7. Oh Elke! ! ! ! So war das mit dem Urlaub aber nicht gedacht! ! ! Gut, dass du wieder gut zu Hause angekommen bist! Gute Besserung für deine Freundin und viel Spaß zu Hause. LG maika

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  8. Ich hab mich vorm Lesen nicht gescheut, weil irgendwie wie ein Krimi. Himmel - soviel Pech auf einmal kann ja kein Mensch gebrauchen. LG Agathe

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  9. Liebe Elke, der Urlaub soll doch mit eine der schönsten Zeiten im Jahr sein und dann so was. So viel Pech, genug Stoff für einen Abendteuerroman. Ich wünsche euch jetzt erst einmal eine schöne Zeit und erholt euch gut von euren Urlaub ;-).LG lässt dir da- Frau Mama;-)

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  10. Oh Mann, da habt ihr ja was hinter euch! Erholsam sicher nicht!
    Daheim ist es dann doch am Schönsten. Hoffentlich wird der nächste Urlaub dann ne Wucht!
    Lg Mel

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